Flora
Die römische Göttin der Blumen und Blüten, des Frühlings, der Jugend sowie des Wachstums von Natur und Mensch.

Ursprünglich war Flora die griechische Nymphe Chloris, die vom Westwind Zephyros in die Flora verwandelt wurde. Im Jahre 238 v. Chr. wurde ihr ein Tempel in Rom in der Nähe des Circus Maximus errichtet.
Der Flora zu Ehren wurden seit 173 v. Ch. am 27. April (bzw. vom 28. April bis zum 1. Mai) die Ludis Florales oder Florealia gefeiert, ein fröhlich-laszives Fest mit Gesängen und Tanz, bei dem man aus Blumen geflochtene Kränze trug. Auch wurden Fangspiele mit Ziegen und Hasen veranstaltet.

Ovid:
Cur tibi pro Libycis clauduntur rete leaenis
inbelles capreae sollicitusque lepus?
non sibi respondit silvas cessisse, sed hortos
arvaque pugnaci non adeunda ferae.

Warum werden für dich statt libyscher Löwen mit dem Netz
zahme Ziegen und der aufgescheuchte Hase gefangen?
Sie antwortete, dass ihr nicht die Wälder,
sondern die Gärten und Felder,
zu denen die wilden Tiere keinen Zugang hätten, unterstünden.

Nach ihr wird die Pflanzenwelt Flora genannt.